Gerätehaus

Vom Abrissgebäude zum Gerätehaus

Die Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Marienthal hatte von 1908 bis 2004 ihr Gerätehaus auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) Zwickau, welches zukünftig der Standort für die neue JVA Zwickau werden.

Zum 30.06.04 wurde durch die Deutsche Bahn AG der Standort auf dem Gelände unerwartet gekündigt.  Das war damals ein harter Schlag für uns alle.

Bereits 2003 wurde das damalige Gerätehaus im Werksgelände in 1400

Arbeitsstunden von den Kameraden renoviert.

 

Nach langen Verhandlungen nach einem Ausweichobjekt mit der Stadt Zwickau und dem Feuerwehramt, wurde das heutige Gebäude gefunden.

 

Das Gerätehaus in der Olzmannstraße 55, wo wir uns heute befinden, ein ehemaliges Abrissgebäude, wurde von den Kameraden der Wehr von 2004  bis 2005 in Eigenleistung mit viel Mühe und mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr, anderer Freiwilliger Feuerwehren, Firmen und Privatpersonen saniert.

Es wurden Türen zugemauert, Fußböden erneuert, Tapeten und Farben entfernt. Es musste die Wasserleitung erneuert, die gesamte Elektrik neu verlegt, sämtliche sanitären Anlagen im Gebäude neu eingebaut werden und natürlich wurden Räume und Türen mit einem neuen Anstrich versehen. Auch die Fassade bekam neue Farbe und das Außengelände wurde neu angelegt. All das leisteten die Kameraden in ihrer Freizeit von Montag bis Samstag, Woche für Woche, in insgesamt 4000 freiwilligen Arbeitsstunden.

Nebenbei wurde der Einsatz- und Ausbildungsbetrieb der Wehr aufrechterhalten. Im Juli 2004 fand ein provisorischer Umzug statt. Bis 2005 waren die letzten Arbeiten am Gebäude sowie dem Gelände abgeschlossen und es fand eine große Einweihungsfeier statt.

Seit vielen Jahren ist ein Gerätehausneubau für die Freiwillige Feuerwehr Zwickau-Marienthal in Nähe der Hoferstraße vorgesehen, da das Gebäude an der Olzmannstraße keiner gängigen DIN eines Feuerwehrgerätehauses entspricht und mittlerweile die Grundbausubstanz in die Jahre gekommen ist. Durch Kameraden/innen und Fachfirmen wurde bereits viel Zeit, Arbeit und Geld in Sicherungs- und Werterhaltungsmaßnahmen investiert. Es wurden beispielsweise Zwischendecken neu eingezogen und gegen Absturz gesichert, aufquellende Fußböden gesenkt, das Dach neu gedeckt, eine Abgassauganlage und Heizungen gegen kalte Wintermonate in den Fahrzeughallen eingebaut.

Wie es mit dem Neubau weitergeht ist abzuwarten und der Baubeginn ist noch offen.